Literaturbetrieb

26
Mrz
2009

'Unser Kampf'

Im Perlentaucher-Online-Magazin ist ein Essay von Götz Aly zu finden, über seine Erfahrungen während einer ausgedehnten Lesereise mit seinem vor einem Jahr erschienenen und teils harsch debattierten Buch über die 68er Bewegung Unser Kampf (S. Fischer Verlag).

"Humorfrei und stahlgrau reagierten die 68er auf die Erkenntnis, dass sie die Kinder ihrer Eltern waren. Den Nichtwiderstand gegen die Tyrannei, den sie den 33ern vorwarfen, wollten sie durch den Widerstand gegen die Nichttyrannei kompensieren."

Bei Perlentaucher sind auch die wichtigsten Rezensionen zu dem Buch versammelt

Für meine aktuelle Arbeit an den 'Reichstagen' war diese Debatte im Zuge eines Rückblicks auf 40 Jahre 68er-Bewegung von großem Interesse - auch weil ich in dem zuletzt veröffentlichten Kapitel zu Bel Buchmanns 'jüdischen Diebstählen' versuche, auf bestimmte Verformungen in der Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus gerade im linksliberalen Spektrum einzugehen.


PS: Freilich gebärdet sich Götz Aly, Alt-68er, Publizist und Professor für Geschichte in Frankfurt mit dem Spezialgebiet Holocaust-Forschung, in seinem Perlentaucher-Essay streckenweise ähnlich eitel und humorlos wie er es seinen ehemaligen "Kampfgefährten" unterstellt.
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7
Mrz
2009

Nachlass von Böll verloren?

Der Nachlass des Nobelpreisträgers Heinrich Böll scheint durch die Zerstörung des Historischen Archivs der Stadt Köln in weiten Teilen verloren. Ein aktuelles Gespräch mit dem Kiepenheuer & Witsch-Verleger Helge Malchow hat Uwe Wittstock in der 'Welt' geführt. >>hier

26
Feb
2009

Wenderoman gesucht - bitte?

Das Goethe-Institut veröffentlichte auf seiner Website (vermittelt durch Twitter!) einen Artikel von Sabine Tenta: Die Sehnsucht nach dem Wenderoman.
  • "Seit 1989 sehnt sich die deutsche Literaturkritik nach einem bestimmten Roman: Mustergültig soll er das Ende der DDR und die Wendezeit beschreiben. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls steht vor allen Dingen „DerTurm“ des Dresdners Uwe Tellkamp im Blickpunkt."
Sabine Tenta beschreibt dann auch die vorangegangenen Versuche: von Ingo Schulze (Simple Storys, 1998, und neu: Neue Leben, 2005) ebenso wie von Thomas Brussig (Helden wie wir, 1995, und: Wie es leuchtet, 2004).

Das ist freilich ein Thema, da kribbelt es mich nicht nur in den Fingerspitzen! Meinen 'Wenderoman' >>>> Reichstage, der freilich in Ost und West spielt, der ebenfalls umfangreich ist, der eine komplexe Handlung in drei Erzählsträngen hat, die immer wieder aufeinander bezogen sind und der gut und spannend erzählt ist - habe ich hier schon verschiedentlich in Ausschnitten, an denen ich gerade gearbeitet habe, vorgestellt.

Ja, ich arbeite schon sehr (sehr sehr) lange daran. Aber man gewähre mir noch ein paar Monate für den Feinschliff.

22
Feb
2009

Twitter-Literaturwettbewerb

Ich habe mich an einem Twitter-Literaturwettbewerb des angesehenen 'Literaturcafés' beteiligt. Die Bedingungen sowie die Gedichtbeiträge, die nicht mehr als 140 Zeichen haben dürfen, findet man hier. Mein Beitrag handelt übrigens von einer Banane.

20
Feb
2009

Kritik der Liebe am Nachmittag

Im Web geht nichts unter? Es sind schon merkwürdige Geschichten, die Google für uns bereit hält. Zum Beispiel, wenn ich über einen Link auf eine Rezension stoße, die mir ganz unbekannt ist. Noch dazu eine erfreuliche zu meinem Band mit Erzählungen Die Liebe am Nachmittag

Eine Rezension von bredek auf Amazon zu Die Liebe am Nachmittag
  • Es mag Menschen geben, die - wie ich - halb erwarten, dass sich hinter dem Titel "Die Liebe am Nachmittag" vor allem Schwülwarmes oder die ein oder andere Fummelei bei heruntergelassenen Rollos verbirgt. Aber im Gegenteil entpuppen sich die 25 Episoden aus der Feder Jochen Langers als wahre Überraschung, was die Erfindung zwischenmenschlicher Beziehungen betrifft. Auf knapp 240 Seiten entstehen seine Geschichten, die ebenso unterschiedlich und vielfältig, unerwartet und bisweilen skuril sind wie das Leben selbst. Nichts an ihnen ist glatt oder gefällig oder gar banal, und das ist das Schöne an diesem Buch. Langer erzählt unpretäntiös aber mit einem feinen Gespür für Details, und weil er auch manchmal einen wunderbar spitzbübischen Humor entwickelt, entfährt mir beim Lesen bisweilen ein plötzliches Lachen. Manchmal sind seine Formulierungen auch zweideutig, so dass der Phantasie des Lesers überlassen bleibt, wie er seine Worte verstehen will.
    Ein Pianist, der während eines "spanischen Frühstücks" das Zimmermädchen zu Singen bringt; ein neunjähriger Diplomatensohn, der vom "Alten" Adenauer auf kurze Spaziergänge mitgenommen wird, um ihm beim Öffnen seiner Hose behilflich zu sein; eine schwarze Empfangsdame eines Hotels, die einem trinkfesten französischen Priester näher kommt - lassen Sie sich überraschen! Und übrigens: So ganz fehlen sie dann doch nicht, die Liebesszenen.

18
Feb
2009

Die Frage nach der Funktion

Da zwei meiner Hauptfiguren in dem Roman 'Reichstage', der vor dem Hintergrund der Wendejahre in Ost und West spielt, ein ähnlich grundlegendes Problem mit ihrer 'Determination' haben, wie Alban Nicolai Herbst in einem Artikel auf seinem Blog 'Der Dschungel. Anderswelt' habe ich einen Kommentar dazu mit dem folgenden Zitat begleitet, in dem meine Überzeugung - die noch auf Jürgen Habermas zurück gehen dürfte - deutlich wird: dass zwischen freiem Willen und Determination die Funktion dessen, was erreicht werden soll, vermittelnd ausgleicht.
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  • "(...) Der Wunsch, sich mitzuteilen, droht ihn zu zerreißen. Frederik hätte nicht schlecht Lust, Bettina die ganze Wahrheit zu erzählen. Aber welche seiner Lebensgeschichten trüge mehr innere Wahrheit oder auch nur mehr innere Wahrscheinlichkeit in sich?

    Die vom Funktionärssohn, der das Werk des Vaters fortführt, indem er Offizier der Staatssicherheit wird? Oder die vom Funktionärssohn, der alles, woran der Vater glaubt, in Frage stellt? Der sich außerhalb der sozialistischen Werteordnung begibt, ein feindlich-negatives Element?

    Beide Varianten sind funktionale Teile seines Lebens geworden, abhängig von dem, was er erreichen will. Aber beide verweisen auf ein und dieselbe Herkunft in diesem Land, in dem er sich fremd und geborgen fühlt (...)."

4
Feb
2009

Kein Alb-Schreiber

"Vielen Dank für Ihre Bewerbung und das damit verbundene Interesse an der Stelle des Alb-Schreibers. Nach eingehender Prüfung der zahlreich eingegangenen Bewerbungen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir uns zwischenzeitlich für einen anderen Bewerber entschieden haben. Für Ihren weiteren Berufsweg wünschen wir Ihnen alles Gute."

29
Jan
2009

John Updike

Ich glaube, der Tod von John Updike, dem großen amerikanischen Romancier, hat mich betroffen gemacht wie zuvor nur der von Heinrich Böll (in dessen Stadt ich immerhin lebe, an dessen Geburtshaus ich fast jeden Tag vorbei komme und in dessen Cottage auf Achill Island/Irland ('Irisches Tagebuch') ich zwei Monate lang zu Gast war.

Updike's Hasenherz (im Original 'Rabbit, Run'), der erste Band der berühmten Tetralogie, 1960 erschienen, geriet mir Anfang der 80er Jahre in die Finger. Ich hatte mein Studium beendet (nicht abgeschlossen, aber beendet) und beschlossen, es mit dem Schreiben zu versuchen. Updike's Held Harry Angstrom, ein ehemaliger Basketballstar, versucht sich nach dem Ende seiner Sportkarriere durch das alltägliche Amerika der späten 50er Jahre zu schlagen.

Der interessierte Leser wird sein Schicksal auch in den nächsten vierzig Jahren verfolgen - bis zu seinem Tod. Für mich war der erste Band vor allem sprachlich stets der herausragende und ein literarisches Erlebnis, weil Updike zeigte, was ein wahrer Meister an Form vorgeben und dann auch behaupten kann, sofern er in der Lage ist, die Geschichte und die Figuren mit Leben zu erfüllen. In meinen Augen war es Updike's Mut, der mir imponierte: einen Unterschicht-Versager in eine solche Geschichte, mit einer dichten, poetischen, genauen, spannenden und wunderbar lesbaren Sprache zu schicken - das war Weltliteratur und ist es geblieben, weil er uns - ohne jede Eitelkeit - zeigt, was wir nicht gesehen haben und uns damit reicher macht.

Rabbits Zusammensein mit der Gelegenheitsnutte Ruth (die später sein Kind haben wird) ist für mich eine der schönsten, dichtesten und erotischsten Beschreibungen der Weltliteratur. Man kommt sich als Autor ganz klein vor, wenn man es wieder liest - und zugleich findet man einen Maßstab, nach dem man sich bis ans Ende aller Tage strecken kann.

15
Jan
2009

Wettbewerb um den Alfred-Döblin-Preis

Ich habe heute auf den letzten Drücker mein Typoskript für den Wettbewerb um den Alfred-Döblin-Preis 2009 abgeschickt. Natürlich mit Einschreiben. Es sind die ersten vier Kapitel meines Romans 'Reichstage', insgesamt etwa 180 Seiten (von etwa 600).

In der Ausschreibung des Preises, der seit 1979 alle zwei Jahre vergeben wird, heißt es:

Der von Günter Grass gestiftete und vom LCB in Kooperation mit der Akademie der Künste ausgerichtete Alfred-Döblin-Preis wird im Frühling 2009 zum siebzehnten Male verliehen. Der Preis, der in diesem Jahr mit 15.000 € dotiert ist, wird im Sinne des Stifters für ein längeres Prosamanuskript vergeben, das sich noch in Arbeit befindet. Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die mindestens eine eigenständige Buchveröffentlichung vorweisen können; einzureichen sind mindestens fünfzig Seiten Text. Die Manuskripte müssen bis zum 15. Januar 2009 beim Literarischen Colloquium Berlin, Stichwort Alfred-Döblin-Preis, eingereicht werden. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

'LCB' ist das Literarische Colloquium Berlin , eine hochkarätige Institution für deutsche wie für ausländische Autoren. Es organisiert den Wettbewerb. Im letzten Jahr haben sich etwa 500 (!) Autoren beworben. Das ist, salopp gesagt, eine Menge Zeug, in dem man leicht untergehen kann. Und weil der Preis sehr angesehen ist, sind sicher viele namhafte Kollegen dabei. Die Preisverleihung (durch Günter Grass) findet übrigens in der Akademie der Künste statt, die bekanntlich wieder am Pariser Platz in Berlin (unmittelbar am Brandenburger Tor) residiert.

12
Jan
2009

Bald reit' ich davon - Stadtschreiber in Baden-Baden

babaDas Baldreit-Stipendium von Baden-Baden war für einen 'artist in residence' ausgelegt: d.h. man erwartete, dass der Aufenthalt des Stipendiaten/der Stipendiatin (der/die ein Komponist, ein bildender Künstler oder ein Autor sein konnte) innerhalb von 12 Monaten irgendeine Wirkung für die Stadt zeigte. In dieser Zeit hatte man eine kleine Dachwohnung unterhalb des Schlosses ('Im Baldreit') zur Verfügung.

Ich hatte in der entscheidenden Jurysitzung (ca. 20 Juroren gegen jeweils einen Bewerber) erklärt, das Jahr über "häufig und intensiv", aber nicht ständig in der Stadt sein zu wollen. Schließlich hatte ich Familie, zwei kleine Kinder. Als man nachhakte, wollte ich wissen, ob das Stipendium von vorn herein so angelegt sei, dass Bewerber mit Familie davon ausgeschlossen seien. Es gab ein großes Dementi, vor allem von Seiten der christlichen Mehrheitsfraktion.

Das allein bringt einem jedoch noch kein Stipendium. Vielmehr legte ich ein detailliertes Programm vor. Ich beschrieb darin, was ich mir unter einer Literatur vorstellte, die eingefahrene Distributionswege verließ: Ich wollte auf einer Litfasssäule in der Fußgängerzone regelmäßig Texte veröffentlichen, einmal im Monat eine Art Literatursprechstunde abhalten und Auszüge der neu entstehenden Texte als Kopien in verschiedenen Kulturinstitutionen für Interessierte zur Verfügung stellen. Mir Litfass1schwebte ein literarisches Netzwerk vor.

Noch am Abend reiste ich zurück nach Frechen, wo ich damals mit meiner Familie lebte, und kam nach Mitternacht zuhause an. Auf dem Küchentisch fand ich einen Zettel meiner Frau: "Du hast das Stipendium!"

Der neue Stadtschreiber wurde in einer feierlichen Veranstaltung eingeführt (Laudatio, ein Trio mit klassischer Musik, Oberbürgermeister etc. sowie etwa 100 Zuhörer). Ich hatte meinerseits eine Antrittsrede vorbereitet: 'Über die Liebe im öffentlichen Raum'.

Gemeint war natürlich die körperliche Liebe, und hier und da ging ein Raunen durch den Saal. Man hatte einen braven, gutbürgerlichen Künstler mit Familie und kleinen Kindern erwartet. Etwas Liebes und Nettes...

"(...)Kennen Sie einen Politiker, welchen die der körperlichen Liebe gewidmeten Nächte (von Tagen wage ich nicht zu reden) so mitgenommen haben, dass er erst einmal - halb sich entschuldigend, halb noch entzückt - an das 'Meine sehr geehrten Damen und Herren' anfügen muss: 'Ich habe fast die ganze zurückliegende Nacht damit verbracht, mit meiner Frau zu schlafen, bzw. mich von ihr lieben zu lassen - wundern Sie sich deshalb bitte nicht, wenn Sie in dieser Debatte einen zwar glücklichen, aber schläfrigen Menschen vor sich haben, dem die Auswirkungen der letztjährigen Anhebung des Gewerbesteuersatzes im Augenblick ziemlich fern sind...'
Sind bei uns Politiker denkbar, Manager, Funktionäre und andere, die in den Augen der Öffentlichkeit etwas Wichtiges zu tun scheinen, die sich so der Liebe, genauer: der körperlichen Liebe aussetzen?(...)"

Baden-Baden war gewarnt.

Die landschaftlich idyllisch gelegene Stadt war - bei vergleichbarer Größe - so ziemlich das genaue Gegenteil der Industrie- und Arbeiterstadt Frechen, wo ich seit einigen Jahren lebte. Luxushotels- und Luxusgeschäfte. Pferderennbahn, staatliche Kunsthalle, Spielcasino und Thermen, viel Geld und die 'bessere' Gesellschaft. Zahllose Seniorenresidenzen und allenthalben adrette Sauberkeit. Hier zählten vor allem die nützlichen Beziehungen, und hier gab es den guten Ton, der an Haben oder Nichthaben anknüpfte. Business und Wellness: dafür stand das Tourismuskonzept der Stadt, als dessen verlängerter Arm auch der Baldreit-Stipendiat angesehen wurde.

Sodann die legendäre 'Große Woche', in der sich jährlich all das verband: in der Woche von August zu September traf sich seit dem 19. Jh. der europäische Hochadel, um amouröse Allianzen und Geschäfte zu machen - oder Kriege auszuhandeln.

Diese Andersartigkeit, auf die ich traf, erwies sich für mich als literarisches Lebenselixier. Ich begann schon nach ein paar Tagen ins Blaue hinein zu schreiben, abgesichert nur durch ein Netzwerk, das Wellershoff einmal "strukturelle Phantasie" genannt hat.

In einigen der Erzählungen und Texten, die in diesem Jahr entstanden, ging es um Dreck und Exkremente, organisiertes Verbrechen, Prostitution, verkrüppelte Menschen, Geldwäsche und Drogensucht. Alles Dinge, mit denen Baden-Baden nichts zu tun hatte... Fokussiert in der Liebesgeschichte eines kolumbianischen Drogenbarons mit einer badischen Hausfrau, einer Witwe mit drei Kindern.

Ich veröffentliche diese Erzählung zu Beginn der Baden-Badener 'Großen Woche': die ersten Seiten des etwa dreißigseitigen Textes waren (wie schon bei anderen Texten) handschriftlich auf der Litfasssäule zu lesen:

Wie jedes Jahr trafen sich zur Großen Woche die schönsten Huren Europas, die reichen südamerikanischen Drogenbosse, Banker, Industrielle und Politiker, um Geschäfte zu machen.(...)
Kopien des ganzen Textes waren wie üblich in der Stadtbücherei, im Kulturamt und an anderen öffentlichen Stellen ausgelegt.

Als Folge zeigte sich in den Tagen darauf schroffe Ablehnung, die in einer Erklärung des Oberbürgermeisters vor dem Rat der Stadt kulminierte: "Zahlreiche Bürger, die ständig im Rathaus anrufen, ihrem Ärger Luft machen, wünschen vehement ein Wort des Oberbürgermeisters und fordern Konsequenzen". Man hoffte, der Stipendiat J. L. werde die schöne Stadt an der Oos möglichst bald verlassen. Die örtliche Presse beklagte die Undankbarkeit gegenüber dem städtischen Mäzen. In die Literatursprechstunde kamen brave Patrioten, um mich zu beschimpfen.

buettenstrAber ich wurde auch von wildfremden Leuten angesprochen: etwa wenn ich mit dem Kinderwagen in der Fußgängerzone unterwegs war und man zeigte sich glücklich, dass ich den Geist (und den Nerv) der Stadt getroffen hatte.

Ich habe meine Arbeit als Stadtschreiber in Baden-Baden getan. Ein literarischer Text wurde zum Stadtgespräch. Mehr war in der Stadt an der Oos für mich nicht zu erreichen. Auf dem Höhepunkt der Debatte verfasste ich in Reaktion auf Artikel in der Badischen Zeitung folgenden Leserbrief, der auch abgedruckt wurde:

"In obengenanntem Artikel stellten Sie in Ihrer Ausgabe vom 31.8. einige Behauptungen auf, die unrichtig sind. Im einzelnen: Sie behaupten, daß ich der 'sogenannte Baldreit-Stipendiat' bin. Das ist unrichtig. Richtig ist, daß ich der Baldreit-Stipendiat bin. Ferner behaupten Sie, daß ich mich 'fern von Weib und Kind' aushalten lasse. Das ist unrichtig. Richtig ist vielmehr, daß ich mich in Frechen oder Baden-Baden zusammen mit Weib und Kind aushalten lasse. Unrichtig ist auch die folgende Behauptung: 'Immer wenn es ihn überkommt, schreibt er sich seine Wallungen von der Seele.' Richtig ist, daß ich feste Arbeitszeiten habe, in denen ich schreibe. Endlich schreiben Sie, daß mein Romanheld Rodrigo auf der letzten Seite durch eine mit Stacheln bewehrte Kastanie getötet wird. Das ist unrichtig. Richtig ist, dass er bereits auf der drittletzten Seite durch eine Gewehrkugel umkommt. Zum Schluß behaupten Sie noch, daß ein 'richtiger Künstler' nicht verzagt. Das ist unrichtig. Auch ein richtiger Künstler verzagt."
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Erzählen

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:::::::::::::::::::::::::::::::: Jochen Langer lebt und arbeitet als Autor in Köln. Er war als Dozent für die 'Grundlagen des Erzählens' zuständig und hat eine Vorliebe für Literaturaktionen. Zahlreiche Förderpreise und Auszeichnungen. www.jochenlanger.de ----- Seit 2009 Alltagsbetreuer für demenziell Erkrankte, Dozent an Fachseminaren der Altenpflege und Museumsführer für Demenzkranke. Gründung von dementia+art - ein Dienstleistungs-Unternehmen für 'Kulturelle Teilhabe bei demenziellen Erkrankungen und altersspezifischen Einschränkungen'. www.dementia-und-art.de

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Danke für deine...
Danke für deine Antwort, Lady! Dass sie nie zusammen...
JochenLanger1 - 2. Apr, 23:14
Ich hätte ja gern...
Ich hätte ja gern gewusst, wie du (und andere)...
JochenLanger1 - 2. Apr, 17:00
Kaffeehaus-Essenz.
Auch ich habe Ihren Kommentar gerne gelesen, weil er...
JochenLanger1 - 31. Mrz, 09:04
Die Reise des Helden
Nein, das ist nicht begriffsstutzig, sondern auch mein...
JochenLanger1 - 30. Mrz, 21:29
Nicht für das oben...
Nicht für das oben beschriebene Vorhaben. Ansonsten...
lamamma - 29. Mrz, 23:12

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