23
Jan
2009

Ein Essen in Budapest, Sommer 1989

Als Belle am nächsten Morgen aufwachte, war sie wieder allein. Von irgendwo jenseits der Häuserzeile dröhnte gleichmäßig ab- und anschwellender Verkehrslärm. Es war wieder sehr warm, sodass Belle ihr alltägliches Fitnessprogramm schnell hinter sich brachte. Sie frühstückte im Hotel und erkundigte sich an der Rezeption nach einer Buslinie, die ins Zentrum fuhr. Dort bummelte sie eine Weile ziellos durch die Innenstadt mit ihren Läden und Boutiquen. Doch wo die Touristenströme zusammen kamen, standen Billigklamotten und ungarische Folklore im Vordergrund, die Sissi-Filme der 50er-Jahre. Bald hatte sie keine Lust mehr. Lieber wäre sie jetzt mit Frederik in irgendeinem Flüchtlingslager gewesen. Weil sie Hunger hatte, fragte sie eine sorgfältig gekleidete, schon weißhaarige Dame nach einem guten Restaurant.

Die Dame verstärkte den feinen, leicht blasiert wirkenden Gesichtsausdruck habsburgischer Bourgeoisie und taxierte die hoch gewachsene junge Frau, die sich in einem rostroten Spencer und einem kurzen schwingenden Hosenrock von derselben Farbe präsentierte.
Ein hübsches Kind immerhin! mochte die alte Dame denken: Touristin. Meinetwegen. Aber nicht so ordinär wie diese in Horden. Ja sie würde ihr antworten. Sogar in habsburgischem Deutsch.

“... mein Kind, aber da sind Sie hier natürlich ganz falsch. Hier essen die Touristen oder die Geschäftsleute. Das sagt ja wohl alles. Die schlingen runter, was man ihnen vorsetzt, das kennt man ja. Verdirbt im Handumdrehen die Preise. Was schlimmer ist: die Qualität. Was kann ich Ihnen da empfehlen? 'International' werden Sie nicht essen wollen - also ungarisch, habsburgisch zumindest. Ein kleines Lokal? Wohl kaum. Sie wollen nicht einfach nur satt werden, Sie wollen auch etwas zu sehen bekommen. Also einen großen Raum, gut überschaubar, mit Kultur und Tradition. Ja, ich hab's. Nicht gleich um die Ecke. Aber Sie winken sich wohl eine Taxe heran und sagen dem Fahrer: ‘Ins Hungaria!’ Und wehe, er bringt Sie nicht binnen zehn Minuten hin.”

Das Hungaria war am ’Großen Ring’ gelegen. Der Taxifahrer hielt sich sogar an die Zehn-Minuten-Vorgabe. Im Zentrum des Hauses befand sich eine große Halle mit einer umlaufenden Galerie und einem Bereich, der als Restaurant diente, ’Tiefes Wasser’ genannt, weil er wie ein Schwimmbecken in der Tiefe des Raumes eingebettet schien. Die Decken waren mit Fresken geschmückt, die Lampen allesamt prächtige Lüster. Ein verschwenderischer Reichtum an Bronze und Marmor, edlen Hölzern und Kristall. Hundert Jahre nach der Entstehungszeit wirkte freilich alles etwas verstaubt.

Alle Tische waren besetzt. Der Oberkellner empfing Belle mit einer leichten Verbeugung. Ein Mann mit gewohnheitsmäßig freundlichem Gesicht, das an Kinn und Wangen von den dünnen Umrisslinien eines früh ergrauten Bartes in Schach gehalten wurde. Belle erinnerte es an die Buchsbaumbegrenzungen münsterländischer Bauerngärten. (Ihre Lieferantin für Leinen residierte in einer bewusst oldfashioned gehaltenen Manufaktur, die in einem solchen Envirement produzierte, allerdings nach modernen Fertigungsmethoden.)

„Einen Tisch? Möchten Madame speisen? Leider sind noch alle Tische belegt. Befindet sich Madame allein? Darf ich Ihnen vielleicht raten?”

Er geleitete sie hinunter ins ’Tiefe Wasser’, an einen Mitteltisch, wo bereits vier Männer und eine Frau saßen. Das Kopfende des Tisches war noch frei. Der Oberkellner sagte nun ein paar geringfügig klingende Sätze auf Ungarisch zu ihnen. Ein kräftiger Mann mit dem geschorenen Kopf russischer Rekruten war die auffälligste Erscheinung. Jeweils drei dicke goldene Ringe steckten in seinen Ohrläppchen. Er breitete den rechten Arm aus, an dessen Ende eine voluminöse Zigarre zwischen den Wurstfingern klebte, und wies mit einer kraftvollen Gebärde auf das freie Tischende.

“Wieder einmal zeigt uns Arpad”, deklamierte der Mann auf Französisch, “dass die Qualität eines Kellners nicht daran zu erkennen ist, wie er Speisen und Getränke serviert, sondern dass wir von ihm Menschenkenntnis erwarten dürfen. Sie haben gut getan, sich Monsieur Arpad anzuvertrauen. Es ist mir und meinen Freunden ein Vergnügen, Madame.”

Belle lächelte über die hübsche Begrüßung, dankte in ihrem fließendem, akzentfreiem Französisch, nannte ihren Namen und setzte sich.
Arpad deutete erneut eine Verbeugung an. “Darf ich Ihnen die Karte bringen?”
„Ich zöge es vor, wenn Sie mir etwas empfehlen würden. Oder...”, Belle wandte sich ihren Tischnachbarn zu: “Wenn Sie etwas Gutes gegessen haben...?”
„Ach, was soll’s! Nehmen Sie gleich das gekochte Rindfleisch, nicht wahr, Arpad?” empfahl ihr der kleine, hemdsärmelige Mann, der ihr gegenüber saß. Er trug eine Weste, die Belle an einen Spieler erinnerte. Der Mann hieß Andras und hatte eine dunkle Stimme: “Es war ordentlich mürbe. Und wenn Sie ein Leckermäulchen sind, müssen Sie hinterher die Topfenknödel mit Marillenkompott versuchen. Dann ist der Tag nicht ganz verloren.”
Belle nickte. “Gut.”
„Und was trinken Madame dazu?” wollte der Oberkellner wissen.
„Einen Villányir Burgunder. Anderes ist gar nicht denkbar!”
„Aber ich denke, ein trockener Tokaji Szamorodni passt besser!”
„Sie soll probieren.”

Die Frau neben Belle, hob die Flasche Tokaji etwas an. Sie hieß Theresia, war klein und dunkel, schien älter als Belle zu sein und war selbstsicher, aber nachlässig gekleidet. Sie trug zwei einfache bunte Tücher, das eine als Oberteil verschlungen, das andere als eine Art Wickelrock und wirkte dabei so, als wollte sie sagen: Ja ja, ich weiß schon, es geht auch eleganter, aber ich will das nun mal so! Auf einen Wink brachte ein Kellner mit glänzendem Haar ein Rotweinglas. Belle probierte die brombeerfarbene, auf den ersten Blick etwas ölig wirkende Flüssigkeit, die sich aber als trocken, fruchtig und sanft erwies.

Arpad beugte sich eifrig vor. “Eine Flasche vom trockenen Szamorodni?”
„Ja.“
„Woher kommen Sie? Was führt Sie nach Budapest?” wollte Andras von ihr wissen.
Belle wurde zum ersten Mal bewusst, dass gar nicht einfach zu erklären war, was sie hier tat. Sie entschloss sich, dem äußeren Anschein zu folgen. “Ich arbeite in der Modebranche und schaue mich ein wenig hier um.”
„In Budapest?” fragte Theresia, verblüfft und mit einer Spur Ironie.
„Warum nicht? Hier verändert sich zurzeit doch sehr viel. So was kann interessant sein...”
„Woher kommen Sie?”
„Aus Köln.”
„Aus Köln! Und für Sie ist interessant, was sich in Ungarn tut? Sie wollen uns auf den Arm nehmen!”
Belle zögerte, sie hatte nicht damit gerechnet, sich dafür rechtfertigen zu müssen. Dann wiederholte sie, mit einer deutlich wahrnehmbaren Spur Trotz in der Stimme: “Für mich ist es interessant!”
„Wie meinen Sie das, dass sich viel verändere in Ungarn?”
„Na ja, ich habe Bilder gesehen. Das war bei uns in den Zeitungen und im Fernsehen“, sagte Belle, als müsse sie hier daran erinnern. „Also wie Ihr Premierminister den ‘Eisernen Vorhang’...”
„Es war der Außenminister, unser verehrter Gyula Horn!” rief Andras dazwischen. “Aber das sind Kleinigkeiten...”, behauptete er, schaute sich um und grinste unangenehm, als habe er von einer solchen Touristin nichts anderes erwartet.
Belle merkte, wie sie unsicher wurde.
„Also, ihr Land führt den Kapitalismus ein und eine Demokratie nach westlichem Muster... ist das nicht so?”

Als der Kellner mit dem Wein erschien, probierte Belle und ließ auch den anderen einschenken. Dann wurde ihr Essen serviert: zwei Scheiben gekochtes Rindfleisch, sanft überglänzt von dunkler Soße, eine Handvoll tournierte Kartöffelchen und eine kreisförmig aufgeschichtete Portion Möhren und Zwiebeln, die im Fleischsud mit gegart hatten. Für den Moment verschaffte ihr das Ruhe.

Während sie mit Appetit aß, stellte sie ohne sonderliche Betrübnis fest, wie viel in der Welt vorging, ohne dass sie eine Ahnung davon hatte. Tageszeitungen las sie nur am Wochenende. Was sie regelmäßig blätterte waren Nachrichtenmagazine wie der ‚Spiegel‘ und die ‚Zeit‘, die das wichtigste zusammenfassten. Und natürlich Modejournale. Oder sie studierte Designkataloge, die Broschüren der großen Modehäuser und Mustermappen von Stoffherstellern. Und wenn sie sich einmal mit Aspekten der ‘Weltgeschichte’ beschäftigte, war sie meist auf der Suche nach einem Faltenwurf oder einem originellen Accessoire.
Dabei kümmerte sie sich nicht weiter um das Umfeld, sondern löste, was ihr brauchbar schien, aus dem Hintergrund der Gesellschaft, in der es gewachsen war, und transplantierte es, wohin und wie sie es wollte - jedenfalls an ganz anderer Stelle. Nicht der gewachsene Zusammenhang war es, der sie interessierte, sondern nur dessen äußerer Widerschein. Für die neue Kollektion hatte sie sich eifrig und intensiv mit der Kulturgeschichte der Französischen Revolution beschäftigt und ein paar reizvolle Details gefunden.

Bin ich ein oberflächliches, dummes Ding, wenn ich nicht jeden Tag die Leitartikel auswendig lerne? dachte sie. “Wie ist es bei Ihnen: Sind Sie Arbeitskollegen oder Freunde? Oder ist es nur Zufall, dass sie hier zusammen sitzen?”
Andras grinste erneut, als hätte er sich keine schönere Frage vorstellen können.
“Uns alle hier treibt die Sorge um Ungarn. Bisher hatte jeder Ungar seinen Arbeitsplatz. Sie wissen schon, wir haben in der Puszta Schafe und anderes Viehzeug gehütet. Und die, die kein Viehzeug gehütet haben, haben Salami hergestellt. Sie kennen ungarische Salami? Und wer weder Viehzeug gehütet noch Salami hergestellt hat, der hat das habsburgische Erbe bewacht und dazu Geige gespielt. So hatte jeder Ungar seine Arbeit. Für den einen eine bessere, für den anderen eine schlechtere. Aber was wird man denen sagen, die in Zukunft statt einer schlechten gar keine Arbeit mehr haben? Wird es sie trösten, dass es wegen der Einführung der Demokratie notwendig war, die Arbeit zu verlieren?”
Belle schaute von ihrem Teller auf, um anzuzeigen, dass sie soweit verstanden hatte. “Dann sind Sie gegen die Reformen?”
„Andras ist Künstler”, erklärte Theresia mit einem genervten Auflachen, das zeigte, das man in diesen Runde den Einwand schon kannte. „Er ist gegen alles.“
„Ich mache mir halt Sorgen um meine geliebte Heimat!” deklamierte Andras und begleitete seine Worte mit einer raumgreifenden, ironischen Geste. “Was sollen wir Künstler noch machen, wenn alles demokratisch zugeht? Wo bleiben die Ungerechtigkeiten? Schau dir an, womit man sich im Westen als ‘Künstler’ beschäftigen muss.... Schau es dir an! Und du wirst erkennen, wie wunderbar es sich unter Kadar arbeiten ließ. Schau dir die ‘Künstler’ im Westen an!”
„Im Westen?“ fragte Belle, die sich selbst ein wenig als Künstlerin fühlte und hoffte, mitreden zu können.
„Sag es!” forderte Theresia Andras lachend auf. „Und sei nicht so zurückhaltend. Madame glaubt sonst noch, du wärst schüchtern!“
Andras machte zwar eine abwehrende Handbewegung, sagte aber dennoch in einem Ton vollster Überzeugung: „Mit sich selbst! Im Westen beschäftigen sich die Künstler nur mit sich selbst! So ist das nun mal, meine Liebe!“ Er beugte sich über den Tisch und nahm Belle wieder genauer in den Blick. “Aber wir haben ja Erfahrung mit der Planwirtschaft. Da planen wir den Kapitalismus einfach, wie wir ihn brauchen.”

Die anderen schauten sich an und lachten, aber es klang unangenehm sarkastisch. Belle nahm an, dass sie solche Diskussionen schon häufiger geführt hatten. Eigentlich kannte sie das aus ihrem eigenen Freundeskreis: man verstand sich, warf sich die Bälle zu und spielte sie in einer anderen, möglichst überraschenden Richtung weiter. Allerdings wurde nur selten über Politik gesprochen und so gut wie nie ging es um so existentielle Dinge wie Freiheit oder Arbeitslosigkeit oder Demokratie. Allenfalls um Dinge, von denen der eine oder andere annahm, dass sie ihn existentiell betreffen könnten. Ihr fiel jetzt nur die Volkszählung ein. Oder Tom, der das dämliche Knöllchen, das er vor ihrem Laden kassiert hatte, zu einer Einschränkung seiner Grundrechte stilisiert hatte. Wenn sie und Frederik zusammen waren, hatten sie die grundsätzlichen Fragen lieber an sich vorüber ziehen lassen; schließlich gab schon genug andere Fragen zwischen ihnen, auf die nur schwer eine Antwort zu finden war.
“Sind Sie nicht froh, ist es nicht schön, ein paar Freiheiten mehr zu haben?” wagte sie einzuwerfen, weil sie sich ein paar Freiheiten mehr als etwas Schönes vorstellte, das das Leben bunter und lebenswerter machen konnte.

„Ein paar Freiheiten? Ich kenne nicht viele Leute, die in der Lage sein werden, gleich 'ein paar Freiheiten' in Anspruch zu nehmen. Wir alle werden von morgens früh bis spät in die Nacht hinein damit beschäftigt sein, irgendwelchen materiellen Dingen nachzujagen.”

Die Anderen schwiegen dazu. Belle nahm an, dass sie derselben Meinung waren. Sie hatte alles aufgegessen. Einen Nachtisch wollte sie nicht mehr. Jetzt schaute sie wie zufällig auf ihre hübsche goldene Armbanduhr. “Schon so spät!“
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:::::::::::::::::::::::::::::::: Jochen Langer lebt und arbeitet als Autor in Köln. Er war als Dozent für die 'Grundlagen des Erzählens' zuständig und hat eine Vorliebe für Literaturaktionen. Zahlreiche Förderpreise und Auszeichnungen. www.jochenlanger.de ----- Seit 2009 Alltagsbetreuer für demenziell Erkrankte, Dozent an Fachseminaren der Altenpflege und Museumsführer für Demenzkranke. Gründung von dementia+art - ein Dienstleistungs-Unternehmen für 'Kulturelle Teilhabe bei demenziellen Erkrankungen und altersspezifischen Einschränkungen'. www.dementia-und-art.de

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